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SUMMARY:"Punkt eins" auf Ö1
DESCRIPTION:Seit der Einführung der sogenannten sozialen Medien und der Smartphones, also etwa seit 2007, haben sich die Kommunikationsgewohnheiten von Menschen aller Altersstufen stark verändert. Immer mehr, so scheint es, kommunizieren wir innerhalb unserer eigenen, sozialen Blasen oder Bubbles und nehmen dabei andere Menschen und andere Informationen immer weniger war. Aber ist das eine Tatsache oder bloß eine weit verbreitete Wahrnehmung? Schließlich haben Menschen immer die Tendenz, mehr mit anderen, aus ihrer eigenen, sozialen Gruppe, ihrem beruflichen Umfeld, ihrer religiösen Gemeinschaft oder politischen Partei zu kommunizieren. Früher waren es vielleicht die Gewerkschaft oder der Pfarrer, die politische Ansichten prägten. Hat sich diese Logik wirklich so stark verändert?Der Komplexitätsforscher Stefan Thurner hat sich dieses Phänomen genauer angesehen. „Ist es möglich, dass mit Sozialen Medien Werkzeuge geschaffen wurden, die Demokratien aushebeln und zerstören können,“ fragt er am Anfang seines gestern erschienen Buches „Die Bubble-Gesellschaft“. „Kann es sein, dass mehr Kommunikation, anstatt zu mehr Austausch, Verständnis, Vertrauen und Toleranz zu führen, einer Fragmentierung der Gesellschaft den Weg ebnet, in der sich Millionen kleiner polarisierter Gruppen feindlich gegenüberstehen und Demokratie unmöglich wird?"Thurner beschreibt, wie die "Bubble-Gesellschaft“ funktioniert und wo die tatsächlichen Unterschiede liegen. Im Gespräch mit Philipp Blom erläutert er, wie neue Medien und alte Gehirne miteinander interagieren und beschreibt, für wie groß er die Gefahr für unsere soziale Interaktion und unsere Demokratien wirklich hält. Betrachtet man die Gesellschaft als Netzwerk, kann man dann andere Gesetzmäßigkeiten hinter diesen Entwicklungen verstehen? Und vielleicht auf diesem Wege erkennen, was Gesellschaften wieder zusammenführen kann? Rufen Sie an, reden Sie mit, schreiben Sie uns: kostenlos aus ganz Österreich unter 0800 22 69 79 und per E-Mail an punkteins(at)orf.at
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