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SUMMARY:"Radiokolleg" auf Ö1
DESCRIPTION:Die UN schätzt, dass sich im Zuge der grünen Energiewende der Bedarf an kritischen Rohstoffen bis 2030 fast verdreifachen könnte. Norwegen projektiert Tiefsee-Bergbauprojekte. Grönland gerät durch Investitionen von Milliardären wie Jeff Bezos und Bill Gates in den Fokus des internationalen Rohstoffinteresses. Diese Investitionen schaffen zwar wirtschaftliche Möglichkeiten für das autonome Grönland, werfen jedoch auch Fragen auf, inwiefern sie soziale und ökologische Risiken mit sich bringen könnten. Gertrude Saxinger vom Austrian Polar Research Institute (APRI) hebt hervor, dass gerade Grönland über ausgesprochen strikte Bergbau-Regularien verfügt. Sie warnt, dass die derzeit heiß diskutierten Projekte in einem „Boom-and-Bust“-Sektor verortet sind. Dieser ist abhängig von den stark volatilen Weltmarktpreisen und den sich verändernden klimatischen Bedingungen. Ressourcenhunger kann damit schnell wieder in Vernachlässigung umschwenken. Vernachlässigungen, die bereits innerhalb der Staatsgrenzen auftreten können: So schildert ORF Wirtschaftsjournalist Paul Sihorsch, wie ausgerechnet die von Oslo verabschiedete grüne Energiewende, erhöhte Förderung von Erdöl auf Spitzbergen zur Folge hatte.Gestaltung: Jakob Steiner
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