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SUMMARY:"Radiokolleg" auf Ö1
DESCRIPTION:Sie waren die Bergsteiger-Helden der Nachkriegszeit: Heinrich Harrer und Peter Aufschnaiter. Durch das Buch „Sieben Jahre in Tibet“ (1952), in der Harrer seine Erinnerungen an seine Zeit beim Dalai Lama in Lhasa verarbeitete, erlangten die beiden Abenteurer Weltruhm. Doch die bergsteigerischen Leistungen wurzelten im Nationalsozialismus. Schon die Erstbezwingung der Eiger-Nordwand 1938 des SS-Mannes Harrer wurde propagandistisch gefeiert. Auch die Nanga-Parbat-Expedition im Jahr 1939 war von der nationalsozialistischen Deutschen-Himalaya-Stiftung NSDAP finanziert. Warum eignete sich das Bergsteigen für die Propaganda so gut? Ist der Bodensatz der NS-Ideologie wie die Idealisierung der Seilschaft, der Kameradschaft, des Heldentums noch immer präsent? Derzeit arbeiten Wissenschafter an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften den wisssenschaftlichen Tibet-Nachlass Aufschnaiters auf, denn in der Erzählung dominierte bis jetzt nur die Sicht Harrers.
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