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SUMMARY:"Grænzenlos - Spaziergang im Paradies" auf NDR
DESCRIPTION:Vom Kerosin zur Küchenschelle
 
"Die Idee zum Arten Eden hatte ich während Corona" erzählt Thorsten Roos, Fachbereichsleiter für Umwelt im Kreis Schleswig-Flensburg. Damals hatte er unter anderem im Garten des Nolde Museums in Seebüll gesehen, wie glücklich die Menschen in der Natur sind. So entstand die Idee, ein Paradies für Menschen, Tiere und Pflanzen zu erschaffen. Der perfekte Ort: Eggebek. Das ehemalige Tanklager der Marineflieger. Auf 40 Hektar liefen hier schon Renaturierungsmaßnahmen. Jetzt sollten zwei Hektar davon für Besucher gestaltet werden. In den vergangenen fünf Jahren ist so der Arten Eden entstanden - ein botanischer Garten mit heimischen Wildstauden. Unter der Regie des Kreises Schleswig-Flensburg. Eigentümer der Gesamtfläche ist eine Stiftung.
 
Genießen und erleben statt belehren
 
Das Ziel des Naturerlebnisparks: Wissen in entspannter und ästhetischer Atmosphäre vermitteln. Hier kann jeder vorbeikommen, spazieren gehen, es sich in einer Sitzecke gemütlich machen und - wenn er oder sie will - nebenbei etwas lernen. Literaturzitate und kurze Infotexte begegnen dem Spaziergänger, sollen Assoziationen wecken und inspirieren, auch für die Gestaltung des eigenen Gartens. "Naturschutz macht oft den Fehler, belehrend rüberzukommen. Genau das wollen wir nicht. Der Arten Eden soll ein Wohlfühlort sein, ein Kraftort", sagt Thorsten Roos. Und nebenbei: ein Schaufenster für die Naturschutzarbeit des Kreises Schleswig-Flensburg. Das Konzept kommt an: Es kommen ganz unterschiedliche Besucher, vom Studierenden, der in Ruhe mit dem Laptop im Gewächshaus an seiner Seminararbeit schreibt über die Familie mit Kindern, die zum Picknick kommt, bis zu naturinteressierten Senioren, die Vögel beobachten und Ideen für den Garten mitnehmen möchten.
 
Einheimische Arten
 
Im Wildstaudengarten Arten Eden kann der Besucher mehr als 50 heimische Wildpflanzenarten sehen - unter anderem die Küchenschelle, die in der Region fast ausgestorben war. Auch Insekten, Vögel, Reptilien und Amphibien fühlen sich hier wohl. Und Fledermäuse. Sie überwintern gern in ehemaligen Bundeswehrbunkern in der Umgebung. Und sie werden ebenso wie Zaun- und Waldeidechsen und andere Tiere im Arten Eden und auf anderen Flächen des Kreises regelmäßig gezählt, um zu prüfen, wie die Artenschutzmaßnahmen wirken.
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