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SUMMARY:"Zeit-Ton" auf Ö1
DESCRIPTION:Der Komponist, Organist und Dirigent Wolfgang Sauseng hat eine eindringliche musikalische Sprache entwickelt, mit der er Kirchenmusik und oratorienhafte Werke in theatraler Dringlichkeit schreibt. Die große Vielfalt an musikalischen Einflüssen findet Verdichtung und Konzentration in spannungsgeladenen dramaturgischen Bögen und der virtuosen Aneignung historischer Formkonzepte. So auch bei einem neuen Vokalwerk, das er für das Festival Imago Dei und den Chorus sine nomine komponiert hat.   „Frühling. Leeres Land.“ nennt Sauseng das „Musikalische Szenario“ nach einer Erzählung von Ingeborg Bachmann. Der Text, zu einem Libretto geformt von Elisabeth Vera Rathenböck, erzählt in traumhaften Sequenzen von einer Welt zwischen Dies- und Jenseits. In dieser Zwischenwelt ist eine Gruppe sich Erinnernder unterwegs. Sie befinden sich zwischen Leben und Tod – oder zwischen Tod und Leben. Wie eine kindlich-messianische Lichtgestalt versucht eine Sopranstimme (sie steht für die Figur eines Knaben), die anderen Wandernden aus ihrer Apathie zu befreien. Am Ende leuchtet aus „unermesslichem Dunkel“ eine kleine Flamme, die neues Leben bringen wird. Wie diese Figur des früh verstorbenen Knaben zu einer ihm eigenen Sprache findet – auch musikalisch –, ist von Sauseng auf faszinierende Weise gestaltet worden. Die Solostimmen dieser Uraufführung wurden gesungen von Katharina Linhard (Sopran), Johanna Zachhuber (Mezzosopran), Bernhard Landauer (Altus), Sebastian Taschner (Tenor) und Korbinian Schlag (Bariton). Zu hören sind der Chorus sine nomine, das Mobilis Saxophonquartett, Gyorgy Handl (Klavier), Tommaso Huber (Kontrabass) und Igor Gross (Schlagwerk). Diese Uraufführung im Klangraum Minoritenkirche in Krems leitete Johannes Hiemetsberger.
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